Ausdauersport gegen Depressionen

In Deutschland leiden derzeitig ca. 3,1 Millionen Menschen an Depressionen, weswegen die Krankheit mit Fug und Recht als Volkskrankheit bezeichnet werden kann. Lange Zeit wurden Depressionen nicht als Krankheit ernstgenommen, aber inzwischen steigen jedes Jahr die Zahlen der Neuerkrankungen in Deutschland, auch durch eine verbesserte Diagnose. Häufig werden Depressionen, die durch Überarbeitung entstehen, Burnout genannt. Die Symptome sind jedoch eindeutig. Als Hauptgründe für Depressionen gelten das immer stressiger werdende Alltagsleben, die Anonymisierung in den Großstädten sowie die wachsende Unzufriedenheit mit dem Leben. Es gibt jedoch einfache Mittel, um sich selbst präventiv vor den Symptomen einer Depression zu schützen bzw. um gegen die Krankheit anzugehen – zum Beispiel mit Ausdauersport.

Ausdauersport gegen Depressionen

Im Rahmen von wissenschaftlichen Studien wurde mittlerweile nachgewiesen, dass Kraft und Ausdauersport selbst gegen schwere Formen der Depression wahre Wunder bewirken können. Der Grund hierfür ist eigentlich ganz simpel: Sport verschafft dem Menschen einen körperlichen Ausgleich zu den zumeist eintönigen und stetig wiederkehrenden Alltagssituationen. Wenn der Mensch sich beim Sport körperlich auspowert, kann er von der positiven Wirkung der sportlichen Betätigung sowie von der Steigerung der Fitness gleichermaßen profitieren.
Gerade bei Ausdauerdisziplinen wie Jogging oder intensivem Lauftraining ist die Wirkung auf den menschlichen Körper und dessen Psyche sehr effektiv. Der Körper schüttet während der sportlichen Betätigung sogenannte Endorphine, auch bekannt als Glückshormone, aus, die dem Menschen ein positives Grundgefühl vermitteln.

Individuelles Trainingsprogramm

Hierbei ist es jedoch wichtig, das für jeden Menschen individuell zugeschnittene Trainingsprogramm zu wählen und trotz der sportlichen Betätigung auf eine psychologische Betreuung nicht zu verzichten. Die psychologische Betreuung ist ein grundlegender Begleitfaktor für die Behandlung der Krankheit, da es – gerade bei Depressionen – verschiedene Stufen des Krankheitsbildes gibt und ein Behandlungserfolg nur erreicht werden kann, wenn der Mensch eine ausgebildete Begleitperson hat.
Für Sportanfänger bietet die Begleitperson zudem einen zusätzlichen Motivationsfaktor, der dem Betroffenen zur Fortführung der sportlichen Übungen sowie zur Leistungssteigerung verhelfen kann. Depression ist eine ernstzunehmende Krankheit, aber es gibt Auswege.